Kommandowagen KdoW

Technische Daten:

Hersteller: Mercedes-Benz

Model: Vito 114 Tourer lang

Baujahr: 2018

Indienststellung: 08/2020

Leistung: 136 PS / 100 KW

Getriebe: Automatikgetriebe

Besatzung max.: 1/6 = 7

Funkrufname: Florian Dreieich 6/10

 

  

Inzwischen Standard bei den Dreieicher Einsatzfahrzeugen: die rot-gelbe Warnmarkierung am Heck des Fahrzeugs (ORALITE VC 612-chevron Warnmarkierung rot/lime)
Die Folierung des ursprünglich polarweißen Fahrzeugs übernahm die Firma Wagner-Projekte aus Wetzlar. Dabei kamen CAD-vorgefertigte Flächenfolierungssätze in RAL 3000, sowie das in Dreieich einheitliche Streifendesign und eine Konturmarkierung in gelb zum Einsatz.

Ebenfalls deutlich zu erkennen: die im hinteren Blaulichtbalken integrierte Heckwarn-Einrichtung zur zusätzlichen optischen Absicherung einer Einsatzstelle. 
Alle optischen Warneinrichtungen (Blaulicht, Heckwarn-Einrichtung, HT-Kennleuchten und Frontblitzer) sind im Sinne einer bestmöglichen Warnwirkung in zeitgemäßer LED-Technik ausgeführt.

Das Fahrzeug verfügt über eine gedrehte 2-Sitz Rückbank entgegen der Fahrtrichtung sowie einen ausklappbaren Arbeitstisch zwischen den beiden hinteren Sitzbänken.
Dank der zusätzlichen Bedieneinheit für das Fahrzeug-Funkgerät im hinteren Fahrgastraum sowie zwei weiteren Handfunkgeräten kann das Fahrzeug für kleinere Einsatzlagen als  vollwertige Führungskomponente eingesetzt werden. Weitere sinnvolle Ausstattung zur Einsatzführung wird in einem fest  verbauten BOTT-Regal im Kofferraum mitgeführt. Die beiden KdoW der Stadtteil-Feuerwehren Götzenhain und Offenthal sind technisch identisch ausgestattet.


Einsatzmöglichkeiten:

  • Transport des Einsatzleiters oder Führungskräften zur Einsatzstelle
  • Kommunikation zwischen Leitstelle und Einsatzleitung
  • Dokumentationsaufgaben während eines Einsatzes
  • Führungskomponente zur Abschnittsleitung bei Großschadenslagen
  • Verkehrsabsicherung

 

Beladung:

1x Digitalfunkgerät MRT

4x Digitalfunkgerät HRT

1x Pulverlöscher PG6

1x Stadtkarte

1x Gurtmesser

4x Verkehrsleitkegel

1x ADALIT-Handlampe

1x Verkehrskelle

7x Warnwesten

1x Verbandskasten

1x Warndreieck

1x Absperrband

1x Sechskantschlüssel

diverse zusätzliche Beladung zur Einsatzführung

 

Ehrenabend und Dankeschönfeier 2019

Am vergangenen Samstag (21.12.19) fand die alljährliche Dankeschönfeier statt, bei der sich der Feuerwehr-Verein für die geleistete Arbeit seiner Mitglieder im Jahr 2019 bedankte. Der erste Vereinsvorsitzende Peter Daubert ließ in einer kurzen Präsentation die Veranstaltungen des sich dem Ende neigenden Jahres Revue passieren. Begonnen mit der ausverkauften Faschingssitzung Anfang Februar, über den "Aktionstag Feuerwehrhaus", bei dem anstehende Aufräumarbeiten von den Vereinsmitgliedern und der Einsatzabteilung gemeinsam gestemmt werden, die geleisteten Dienste an der "Zweiten Haaner Cocktail-Night" und des Tages der offenen Tür im September, bis hin zum an Arbeitseinsatz nicht zu übertreffenden Bewirten des Hayner Weihnachtsmarktes mit den beiden Verkaufsständen.

  

So wurden alleine an den beiden Weihnachtsmarkt-Wochenenden insgesamt 85 Dienste geleistet, darunter auch 20 Brandsicherheitsdienste, zuzüglich Auf- und Abbau der Stände. Auch wenn die Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen sich bereits auf einem hohen Niveau bewegt, wünschte sich Daubert noch ein wenig mehr tatkräftige Unterstützung bei der Bewältigung der zahlreichen Dienste, zeigte sich aber zuversichtlich für das kommende Jahr.
Letztlich dankte er, wie auch der stellvertretende Wehrführer Dominik Matheis, Bürgermeister Martin Burlon und Stadtverordnetenvorsteherin Bettina Schmitt, allen aktiven Einsatzkräften und passiven Vereinsmitgliedern, die das vergangene Jahr zu einem überaus erfolgreichen Jahr für die Feuerwehr Dreieichenhain erwachsen ließen. Ein besonderes Dankeschön sprach der Feuerwehrverein auch an Michael und Marion Jung aus, die ihr Grundstück in der Fahrgasse traditionell für die Zeit des Weihnachtsmarktes für uns zur Verfügung stellten und tatkräftig mit anpackten.


v.l.n.r.: Peter Daubert, Dominik Matheis, Martin Burlon, Manfred Locher, Bettina Schmitt, Marion Jung, Michael Jung, Heinz Stapp, Reinhard Limburg, stellv. Stadtbrandinspektor Uli Schulz, Stadtbrandinspektor und Kreisbrandmeister Markus Tillmann.

Da in diesem Jahr auch Staats-Ehrungen für langjährige Mitglieder der Einsatzabteilung anstanden, wurde die Gelegenheit genutzt und der Ehrenabend im gleichem Zuge mit veranstaltet. Der Dreieicher Stadtbrandinspektor und Vertreter des Kreises Offenbach Markus Tillmann (Kreisbrandmeister) sowie Bürgermeister Martin Burlon sprachen die Ehrungen aus und überreichten die Urkunden für langjährige Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr.

Geehrt wurden im Einzelnen:
Manfred Locher für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst
Heinz Stapp und Reinhard Limburg für jeweils 40 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehr-Verein

  

Im Anschluss eröffnete der Vereinsvorstand das reichlich gedeckte Buffet und lud feierlich zu gemütlichem Beisammensein und einem vorweihnachtlichen Abend im Gerätehaus ein. 

⚠️Gefahren im Wald bestehen weiterhin⚠️

 

In letzter Zeit erreichten uns wiederholt Nachrichten über gefährliche Stellen im Koberstädter Wald zwischen Dreieichenhain, Langen und Offenthal/Götzenhain.
Durch die Trockenheit in den vergangenen Sommern und die Unwetter-Schäden vom 18. August 2019 gilt weiterhin besondere Vorsicht im Wald!

▶️ Besonders in der dunklen Jahreszeit können vor allem für #Radfahrer durch umgestürzte Bäume und abgeknickte oder tief hängende Äste schnell gefährliche Situationen entstehen.

▶️ Passt Eure Geschwindigkeit entsprechend an, verwendet ausreichende Beleuchtung und seid stets Achtsam auf den Waldwegen.

Da das Forstamt Langen (Hessen Forst) für die Situation auf den Waldwegen zuständig ist, wendet Euch mit Meldungen über potentielle Gefahrenstellen im Wald am besten direkt an das Forstamt Langen. Jedoch kann es einige Zeit (bis Anfang nächsten Jahres) dauern, bis die meisten Sturmschäden beseitigt sind.

Deshalb gilt weiterhin:
Wachsam bleiben, Vorsicht walten lassen und stets mit Gefahren rechnen.

Abschluss-Übung der Einsatzabteilung

Am vergangenen Freitag (25.10.19) fand in den Abendstunden die Abschluss-Übung der Einsatzabteilung statt. Angenommen wurde ein Brand im Keller einer KFZ-Werkstatt an der Hainer Chaussee. Infolge unsachgemäßer Reparaturen an der Heizungsanlage kam es zu einer Verpuffung im Heizungskeller. Der komplette Werkstattbereich wurde dadurch verraucht.
Um die Übung so realistisch wie möglich zu gestalten, wurde anfangs zunächst nach F1 – Unklare Rauchentwicklung alarmiert, woraufhin das erste Löschfahrzeug zum Einsatzort ausrückte.

  

Nach kurzer Erkundung erhöhte der Gruppenführer umgehend das Einsatzstichwort auf „F2Y – Feuer in KFZ-Werkstatt, vermutlich Personen im Gebäude“. Als Herausforderung stellte sich nunmehr die knappe Informationslage dar: es war nach Betriebsschluss, trotzdem brannte Licht in der Halle und der Hintereingang war nicht abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt war unklar ob und wie viele Personen in welchem Bereich des Gebäudes vermisst wurden.
Knapp vier Minuten nach Erhöhung des Alarmstichwortes erreichten nun auch das zweite Löschfahrzeug, sowie Kommandowagen und MTF mit weiterem Personal die Einsatzstelle, woraufhin weitere Trupps unter Atemschutz ins Gebäude vordrangen, um die Menschenrettung und Brandbekämpfung zu unterstützen.
In einer abgeschlossenen und verrauchten Toilette wurde schließlich der nahezu bewusstlose Inhaber der Werkstatt angetroffen und ins Freie gebracht – auch er konnte aufgrund seiner gesundheitlichen Verfassung keine Angaben zu weiteren Personen im Gebäude machen.
Wie schwierig es in dieser Situation sein kann, vermisste Personen in einem so verwinkelten Gebäude zu finden, zeigte sich gegen Übungsende: In der hintersten Ecke des verrauchten und stockdunklen Heizungsraumes wurde die platzierte Übungspuppe „leblos“ aufgefunden, nachdem der komplette Werkstattbereich abgesucht worden war. Die sonst bewährte Wärmebildkamera konnte bei der Suche nach einer „kalten“ Puppe nicht eingesetzt werden. Den überwiegend jungen Kammeraden wurde so eindrucksvoll verdeutlicht, wie wichtig und schwierig es ist, verwinkelte Räume unter körperlicher Anstrengung und Orientierungslosigkeit gründlich nach Vermissten abzusuchen, gerade falls die Wärmebildkamera einmal ausfallen sollte. Hinter jeder Tür und jeder noch so kleinen Ecke könnte sich eine hilfsbedürftige Person befinden, die gerettet werden muss.

  

Die Wehrführung, die sich traditionell mit der Organisation der Abschluss-Übung befasst hatte, fand für den gesamten Ablauf neben wenigen Punkten mit Verbessrungspotential vor allem lobende Worte. Im Zuge der Erkundung unter absoluter Informationsknappheit und hinsichtlich der ergriffenen Maßnahmen wurde alles richtiggemacht – es wurde vom Schlimmsten ausgegangen (Personen im Gebäude) – was sich später bewahrheiten sollte.
An dieser Stelle möchten wir uns recht Herzlich bei der Firma Erdogan GmbH bedanken, die uns eine Übung in ihren Räumlichkeiten ermöglichte und auch bei den zahlreichen Zuschauern vor Ort, die sich entgegen Erfahrungen andernorts trotz Neugier und Interesse in ausreichendem Abstand positioniert hatten.

Wer Interesse an einem Ehrenamt in der Feuerwehr hat, ist herzlich eingeladen sich mit der Wehrführung in Verbindung zu setzen und am nächsten Schulungsabend vorbeizuschauen.